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Es war doch mal Liebe Stefanie Burgemeister

Es war doch mal Liebe

Stefanie Burgemeister

Published April 27th 2015
ISBN :
Kindle Edition
69 pages
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 About the Book 

Kranz und Schleier soll Stefanie von ihrer Mutter bekommen, wenn sie einmal heiratet. Dafür hat die Mutter alles aufbewahrt, und in der Stunde ihres Todes sagt sie ihrer Tochter, was sie tun soll. Und zum ersten Mal erfährt Stefanie auch dieMoreKranz und Schleier soll Stefanie von ihrer Mutter bekommen, wenn sie einmal heiratet. Dafür hat die Mutter alles aufbewahrt, und in der Stunde ihres Todes sagt sie ihrer Tochter, was sie tun soll. Und zum ersten Mal erfährt Stefanie auch die Geschichte von der großen Liebe ihrer Eltern und vom Tod des Vaters, der schon vor ihrer Geburt gestorben ist.Doch dann findet sie Kranz und Schleier ihrer Mutter, und als sie alles in den Händen hält, hat sie so ein Gefühl...Sie fährt in die Heimat ihres toten Vaters, will die Familie kennen lernen, die auch ihre Familie ist und die von ihrer Existenz nichts weiß. Doch sie wird nicht nur mit offenen Armen empfangen.Leseprobe:„Du findest alle Unterlagen, die du brauchst, in der Schublade ganz unten in der Kommode. Und eins, Kind, das war deinem Vater unendlich wichtig und mir auch. Setz die Familientradition fort. Heirate nur einen Mann, der dir zu deinem Kleid den Kranz und den Schleier von seiner Mutter bringt oder es akzeptiert, dass du beides von deiner Großmutter nimmst. Nur der ist würdig, meine geliebte Tochter für immer an sich zu binden.“„Das hat noch viel Zeit, Mutterl“, wiegelte Stefanie ab und dachte an Paul, der sie bei diesem Ansinnen mit Sicherheit auslachen würde.„Ich werde erst heiraten, wennst wenigstens wieder soweit hergestellt bist, dass du mit in die Kirche kannst, selbst wenn es im Rollstuhl ist“, gab sich die junge Frau zuversichtlicher als es ihr zumute war.„Vergiss net, was ich dir gesagt hab, Kind“, meinte Frau Bauer nur. „Ich hab dich lieb, unendlich lieb. Und wenn ich nimmer da bin, dann zünd eine Kerze an und denk an mich. Dann werde ich bei dir sein und versuchen, dir zu helfen, was immer geschieht.“ Ihre Hand umschloss mit einer Kraft, die Stefanie ihr gar nicht mehr zugetraut hatte, ihre Finger.„Mutterl, ich hab dich so lieb. Bitte bleib bei mir.“ Nun konnte Stefanie die Tränen nicht mehr zurück halten. Sie spürte, dass es mit ihrer Mutter zu Ende ging. „Bleib bei mir. Wie soll ich denn leben ohne dich?“Frau Bauer machte die Augen noch einmal auf. „Du schaffst es, Kind, denn du bist meine Tochter. Mach mir keinen Kummer. Du bist stark und du wirst es schaffen. Ich glaub an dich. Und vergiss net, Kranz und…“ Ihr Blick verlor sich irgendwo, und es musste etwas Wunderbares sein, das sie in den letzten Sekunden ihres Lebens noch zu sehen bekommen hatte, denn ihre Lippen verzogen sich zu einem leichten, aber unendlich glücklichen Lächeln.Wie erstarrt beobachtete Stefanie, wie der letzte Funke Leben aus dem ausgemergelten Körper ihrer Mutter wich. Noch immer hielt sie deren Hand in der ihren, und sie war auch noch ganz warm. Dennoch fühlte sie keine Liebe mehr, keine Wärme, die von dieser Hand ausging.„Schlaf gut, Mütterchen“, flüsterte die junge Frau gefasst.